Archiv

Willkommen im Logbuch – den Eisbrecher-Archiven!

Hier seid Ihr herzlich eingeladen in der Vergangenheit zu stöbern. Neben den klassischen Informationen rund um die Band und ihre bislang veröffentlichten Alben finden sich hier in chronologischer Reihenfolge kleine Anekdoten, persönliche Tourberichte, alte Statments aus dem Forum, gesammelte Interview-Zitate und Kritiken, Bilder und gelebte Erinnerungen.

 

Viel Spaß, es wird kalt…

 

Was bisher geschah…

Der Eisbrecher erblickt das Licht der Öffentlichkeit – Warten aufs Debut:

13. März 2003: Das Eisbrecher-Forum geht online

 

Die Single „Mein Blut“ wird am 16. Juni 2003 veröffentlicht. Enthalten sind der Track „Mein Blut“ (Club), „Mein Blut“ (Album-Schnitt), „Mein Blut“ (Pix Mischung), „Mein Blut“ (Carlos Perón Neumischung)

Forum, 17. Juni 2003

„Ein eisliches Hallo und Willkommen an Bord!

Wir schreiben das Jahr 2003 und ich bin überaus stolz euch mitteilen zu können, dass unser Eisbrecher euch endlich zu einem ersten Trip in den menschlichen Wahnsinn mitnehmen kann; „Mein Blut” steht seit Montag in den Plattenläden und es war weiß Gott ein langer beschwerlicher Weg dorthin.

Schade, dass wir nicht schneller waren, denn ich hätte dieses Lied zu gerne genau dann veröffentlicht, als der grösste Heilsbringer der Neuzeit sich daran machte einen ekelhaften Krieg im Namen des Vaters des Sohnes und der Heiligen Kuh vom Zaun zu brechen; immerhin hat dieser Pseudo-Erlöser uns zum einen oder anderen Song inspiriert! Danke!
Natürlich fließen noch viele andere Aspekte in diesen Song ein, aber es gibt eine Überschrift: niemand erlöst uns von der Schuld, wenn nicht wir, niemand zerbricht das Eis, wenn nicht wir…niemand taut auf, wenn er nicht wärme zulässt!

Begleitet uns… erzählt uns was ihr denkt, diskutiert und fahrt mit uns … seid willkommen und drückt uns die Daumen, wenn ihr uns liebt; verflucht uns wenn ihr uns hasst; noch arbeiten Noel und ich fieberhaft mit unserem Team am Album „Eisbrecher“…..noch drei Wochen und dann ist es hoffentlich geschafft!

Wir haben sogar das Fotoshooting im ewigen Eis überlebt und heißkalte Erfahrungen gesammelt, die uns wieder gezeigt haben, wie gewaltig und herrlich Mutter Natur ist! Danke

es wird kalt!

al

Am 22. September 2003 folgt die zweite Single „Fanatica“. Enthalten sind die Tracks „Fanatica“ und „Angst?“ sowie „Fanatica“ (Maxwell S. Club Mix) und „Fanatica“ (Extended Mix by Noel Pix)

 

01. Oktober 2003  – Alexx unternimmt einen Ausflug auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Bei der Uraufführung  des Stückes „wehr.krieg.macht…” von Heiko Dietz (Autor und Theaterdirektor) im Münchner Kult-Theater …undsofort spielt er einen Offizier. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: „Das ungewöhnliche Konzept ‘ Breitwand-Action auf der Minibühne’ geht tatsächlich auf – vor allem dank der überzeugenden Akteuer, allen voran Alexander Wesselsky als routinierter Offizier, dem allmählich Zweifel an seiner Mission kommen.”

Alexx und Karl Oliver Mayer
Seinerseits unterstützt auch Heiko Dietz den EISBRECHER. Mit seiner Kamera begleitet er manche Tour und auch den ersten Tripp der Band nach Moskau im Jahr 2007.

Disko in Moskau

Disko in Moskau

28.11. 2003 – Dank Radio Goethe startet auch „Schwarze Witwe“ ihren Siegeszug im Netz: Nach einem ausführlichen Interview über die Gründe, die zum Ausstieg von Alexx bei Megaherz führten, spielt Moderator Arndt Peltner zum ersten Mal den Song „Schwarze Witwe“ im Online-Radio.

httpv://www.youtube.com/watch?v=Bm7AgP6C_4w

Zitat des Tages von Alexx: „The main difference between Eisbrecher and Megaherz is that they don’t have anything in common”.

Hier geht’s zum kompletten Interview

 

09. Januar 2004 – Vorab-Releaseparty in der Rockfabrik Nürnberg mit DJ-Set von Alexx. Mit dabei sind Pix und Max Schauer.

Mamas Eiszeit-Tagebuch (Teil I)

Für alle daheimgebliebenen Familienmitglieder und Freunde… und die`s noch werden…
Es ist ein Uhr morgens am Montag… meine Lunge schmerzt… ich wusste gar nicht dass man an einem Wochenende ca. 10 Schachteln Zigaretten vernichten kann und auch nicht dass ich so laut mitsingen kann… Dafür hat sich die Alkoholfraktion in meine Gehirnzellen wieder dezimiert und ich hab auch schon ne halbe Stunde geschlafen…
Damit alle was vom Freitag in Nürnbergs schöner Rockfabrik haben… versuche ich mich zu erinnern…

Freitag 16.30 – Verlasse meinen Arbeitsplatz und fange an zu befürchten dass die verbleibenden  sechseinhalb Stunden nicht ausreichen werden, um für das perfekte Chaos gewappnet zu sein… macht aber nix… Ein Telefonat mit Alexx ergibt, dass der Eisbrecher noch gar nicht ausgelaufen ist, sondern sich noch in München befindet … an oder so gut wie an Bord Käpten Alexx, Pix und Max…  ich lass mir doch kein x fürn u vormachen.

Zicke alias Claudia … ist dagegen schon seit den frühen Morgenstunden unterwegs hat inzwischen Secret eingepackt und befindet sich unaufhaltsam auf dem Weg nach Nürnberg… allerdings behauptet sie telefonisch es würde noch länger dauern, da es Hunde und Katzen regnen würde… scheint eine ziemliche Sauerei auf der Autobahn gewesen zu sein…

Gegen 18.45 Uhr – mein Handy klingelt zum ersten Mal, weil der Käpten den Namen von der netten Bar haben möchte in der es 150 verschiedene Whiskeysorten gibt: „Freudenpark“… netter Name eigentlich für ne Kneipe…
Ich versuche ins Badezimmer zu gehen…

18.50 Uhr… mein Handy klingelt zum zweiten Mal … weil der Käpten eine Wegbeschreibung zu der netten Bar mit den 150 Whiskeysorten haben möchte… von der Rockfabrik immer geradeaus…
Ich versuche die Dusche anzudrehen …

19.05 Uhr – Mein Handy klingelt zum dritten Mal, weil der Käpten befürchtet an der Bar mit den 150 Whiskeysorten vorbeigefahren zu sein… ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie man diese Kneipe verfehlen kann… Vielleicht besser dass sie mit nem Auto statt mit nem Eisbrecher unterwegs sind …
Ich laufe wieder ins Badezimmer…

19.17 Uhr – Mein Handy klingelt zum vierten Mal, weil der Käpten jetzt sicher ist an der Kneipe mit den 150 Whiskeysorten vorbeigefahren zu sein … denn die Straße ist zuende… ich bin mir nicht mehr sicher, ob die drei nicht schon alle 150 Sorten durchgetestet haben… und mich jetzt auf den Arm nehmen wollen.
Ich bin kurz davor die schwierige Mission „Nutzung des Badezimmers“ aufzugeben.

19.31 Uhr – Mein Handy klingelt zum fünften Mal:  Alexx, Pix und Max… haben den Freudenpark gefunden…

19.33 Uhr  – Claudi berichtet mir am Telefon, dass es helfen würde sich beim Fahren im Singsang immer vorzusagen… „Einfach schwimmen… einfach schwimmen … einfach schwimmen…“ Ich befürchte schon, dass das Auto von einer dieser heimtückischen Katzen oder Hunde getroffen wurde… aber irgendwoher kenn ich das … war das Buckelwalisch??? Jetzt erinnere ich mich wieder… es war aus diesem Film… „Findet Nürnberg!“ oder so was in der Art… Nemo? Klitschko… schöner Name…

19.50 Uhr  – Eine SMS von Claudia besagt, dass es jetzt wie Sau regnen würde… aber nur noch fünfzig Kilometer bis Nürnberg wären… tstststs … und dabei dachte ich …. es würde kalt… beschließe bis zur Ankunft einen Milchkaffee im Freudenpark trinken zu gehen…

Alexx, Pix und Max… sitzen gemütlich auf der Ledercouch und trinken… Grappa und Wasser… in der Bar mit den 150 Whiskeysorten… hm…  und philosophieren über… na Musik natürlich… 😉

Pix und Max im Freudenpark

Pix und Max

20.40 Uhr – Verlasse den Freudenpark um Claudia und die Weltreisecrew (Secret(Sarah), Micha, Volker) zu treffen… Gepäck abzuladen… in ein Auto umzusteigen und endlich die Rockfabrik heimzusuchen…

22.05 Uhr – Setze Claudia, Sarah, Micha und Volker vor der Rockfabrik ab … um noch einen versprochenen Kurzbesuch auf einer Geburtstagsparty zu starten… sind ja noch 55 Minuten bis 23 Uhr… Wir erhalten eine Warnung von der Security, dass die Polizei anwesend wäre und wir unsere Ausweise nicht vergessen sollten ??? Dieser  Hinweis hat keinerlei Auswirkungen auf den Rest des Abends…

 22.56 Uhr – Versuche die Rockfabrik zu betreten…  Es läuft „Willkommen im Nichts“… der Mann von der Security will mir meinen Fotoapparat abnehmen… Ich lasse ihn mir aber  nicht abnehmen … eine Diskussion später kann ich den Mann von der Security nicht mehr leiden, weil…  „Willkommen im Nichts“ ist fast vorbei… aber ich bin drin… mit Foto… und die Tanzfläche ist voll …

Die Auflegeuhrzeit ist von 23.00 Uhr auf 24.00 Uhr verlegt worden… also kann man gemütlich mit Eisbrecher an der Bar rechts vom DJ-Pult stehen und sich relaxt anschreien … „Und was machst Du so?“ … „Was?“ … „Moment …“  „Wie?“ … „Sekunde –  ich hab eben mein flüchtendes Trommelfell wiedergefunden …“  Zugegeben… es ist ein bischen laut… so neben den Boxen… es rockt… aber wenn man wirklich will geht alles… es gibt Wodka-RedBull oder Whiskey-Cola… oder Bier (na ja eigentlich gibt es kein Bier – nur Zisch und irgendeine Art Pseudodeperados)… und Rammstein.
Der sonst eher im Hintergrund agierende  Herr Pix … taut auf … und beteiligt sich begeistert an der geplanten Gründung einer Wohngemeinschaft in München… wobei er seine 70 Jahre alte Putzfrau und  sich selbst als Koch zur Verfügung stellen will… allerdings nur wenn er Zeit hat 😉 Wodka und gute Laune scheinen überhaupt prima fürs Gespräch… „Was arbeitest Du?“  … „Ich, … ich werde Psychiaterin“ … „Heirate mich – das spart mir ne Menge Geld!“ ….  Bevor man einen tieferen Einblick in die Abgründe des Musiker-Alltags „Ich bin Musikproduzent – klingt doch irgendwie schwul …“ gewinnen konnte, war es allerdings fünf vor Zwölf … und Zeit zum Auflegen…

Mit Stil… Charme und Kapitänsmütze… stellte Alexx den Eisbrecher vor: „Angst“ … „Schwarze Witwe“ …  „Mein Blut“ … „Fanatica“  … „Eisbrecher“  … und einen kurzen Blick zurück …. mit „Miststück“ und dem „5. März“ ….  dazu  gabs Poster und Singles gratis … und bei belieben Autogramme …. und einen Konzerttermin für den Hirsch in Nürnberg – am 20. April 2004.

Alexx und Pix

Al und Pix

Dazu lässt sich durchwegs sagen, dass die Musik  gut ankam … und nicht nur bei denen die bereits ein Megaherz- oder Eisbrecher- T-shirt trugen! Danach wurde noch fröhlich und entspannt weitergefeiert … wer wollte konnte sich noch mit Alexx und Pix im etwas ruhigeren Cafe unterhalten. Dazu gab’ s Alexx obligatorische Flasche Jägermeister für alle!!! Wie das so ist verging die Zeit dann ohne dass man`s merkt… recht schnell…

Gegen 6 Uhr  – ging die Deckenbeleuchtung an… das war ein böses Erwachen und viel zu hell … und die Security war auch schon wieder da… um uns höflich aufzufordern zu gehen… Auf jeden Fall… schee wars … wie der Franke sagt… is gar nicht so einfach in Worte zu fassen…  besser man ist selber mit dabei… zum Beispiel im April im Hirsch…
Jetzt muss gut sein …. vom restlichen Ausklang des Party-Wochenendes … z.B. der Suche nach Alexx Handy oder Mütze 😉 … oder dem Versuch einen mit sechs Leuten überladenen Fiat Uno zu bewegen… oder warum man in Nürnberg am Besten im Underground Klamotten kauft und was Alexx, Pix und Max da am Samstag gemacht haben …und was das mit den mittelalterlichen Gemäuern von Nürnberger zu tun hat…   erzähl ich was, wenn man sich auf dem nächsten Konzert trifft bei ner Flasche Bier… oder vielleicht steht`s auch in der nächsten Ausgabe von Rock City News…

10.01. 2004 – Besuch der Band (Alexx, Pix, Max) im Underground Nürnberg von Gernot Meyer:

Underground

Underground

sowie dem Dicken Turm im Handwerkerhof:

Dicker Turm

Dicker Turm

Im „Dicken Turm” wird übrigens später auch das Video zu „Vergiss mein nicht“ entstehen.

 

26. Januar 2004 – Das Eisbrecher Debut „Eisbrecher“ erscheint bei Zyx:
„Mit 2 Original Rohlingen für Deine Privatkopien“
(Support durch Orkus, Metal Heart, DNA und RCN)

Eisbrecher

 

21. Februar 2004 – Autogrammstunde und Eisbreher-Party im Club Kato in Berlin mit Alexx

06. April 2004 – Erster Video-Dreh zu Schwarze Witwe: Eingebunden in die Erotik-Produktion „Betty Bi – Six Days to Hell” in der Münchner Alabama-Halle. Die Band spielt erstmals in einer vollen Besetzung bei einer Club-Szene den Song Schwarze Witwe: Alexx (Gesang), Pix (Gitarre), Max (Key), Rene (Drums), Anton (Bass), Felix (Gitarre).

Schwarze Witwe – Clip I

 

Anschließend startet die frisch gebackene Band auf ihre erste Headliner-Tour:
Aus den kryptischen Aufzeichnungen einer Eiszeitreisenden
(Fortsetzung von Mamas Eiszeittagebuch)
Eine komödiantische Fortsetzungs-Tragödie in zehn Akten in der Tradition nach Eis-Cylos…

Chorus:
Nenne mir O Muse das was sich Sinn unseres Lebens schimpft… wer weiss schon wer er ist (schizophren – krank im Kopf und ich kann es sehen) und wo er steht  (1. Reihe Mitte). Woher er kommt, wohin er geht (von Nürnberg über Wien nach Nürnberg in 5.7000 KM… mit dem Kopf durch die Wand. Wer weiss schon, was ihn treibt (Herzblut… Es ist kalt!). Was am Ende für mich bleibt (Zwei Katzen = ein Megakater)
Abschied vom Himmelfahrtskommando… Willkommen in der Eiszeit… Willkommen im Nichts…
Unübersehbar… er hat mich der Heimatkoller…. der Aftertour-Kater… Für alle die nicht oder nur teilweise dabei waren… die wahren Legenden und die gelogenen Geschichten… Das Grauen war auf großer Fahrt…

Eisbrecher Tour Frühjahr 2004

Prolog: Polarstern
Die letzte Schlacht um Troja war geschlagen. Der Krieg war zu Ende … Neun Jahre lang belagerten sie die Stadt, im zehnten endlich siegten sie mit List und Waffengewalt. Aber von der herrlichen Stadt und ihrem Herzen, Priamos stolzer Feste, war nichts mehr geblieben als rauchende Trümmer, eingestürzte Mauern, geplünderte Paläste und zerstörte Tempel …

Die Überlebenden rüsteten endlich die Schiffe zur Heimfahrt … „Wir wollen nun heimkehren! Lange genug sind wir in der Fremde, und viele Leiden haben wir ertragen. Bereitet also die Schiffe zur Fahrt, so schnell ihr könnt.“
Wenn der Nebel kommt … wenn Dich die Kälte beißt … wenn der Sirenenschrei die dunkle Nacht zerreist …. wenn der letzte Mann sich seinem Schicksal stellt … wenn es nichts mehr gibt was Dich am Leben hält … siehst Du den Eisbrecher … Wie gewaltige schwarze Schatten sah Odysseus seine eigenen Schiffe im Nebel auf und nieder schwanken während der Sturm sie immer weiter mit sich riß, sie wussten nicht wohin … jeder musste eben allein seines Weges heimwärts ziehen, da es die Unsterblichen nun einmal so verhängten. Während Odysseus dies dachte, starrte er nach vorne in den Nebel, der immer dünner wurde. Jetzt tauchte, schon ganz nahe, ein flacher Strand auf …..

Auftritt der Crew in alphabethischer Reihenfolge:

Alexx – Il Capitano – die Stimme… bewaffnet mit Fernrohr… Eispickel und Kapitänsmütze… Mikro und der größten Klappe der sieben Weltmeere… Es kann nur einen geben…

 

Anton

Anton

Anton am Bass – Münchner Hamburger – Lebt im wirklichen Leben von „benutzter Unterwäsche“  (siehe googel: Used Underwear + Musik)… Aber, wie er beim Soundcheck stets beteuert, er ist nicht böse geboren… er wollt nur ‘n paar Zähne für sein Bruder und sich… hat auch keinen Haß auf die Reichen… würde ihnen nur gern ein wenig gleichen…

 

Felix

Felix

 

Felix  – Gitarrero und The Smiling Face – Für jede Situation den richtigen Gesichtsausdruck parat… im gebügelten Outfit stets auf dem Weg zum Golfplatz… wo er natürlich nie ankommt… selbst wenn der Himmel auf die Erde stürzen würde, fände er noch einen Grund zum lachen… Rock`n`Roll Kollegen!


Gump

Gump

Backline Gump…  löste beim Käpten eine Identitätskrise aus, indem er ihn um einige Zentimeter überragte… sorgte für geordnetes Chaos auf, neben, hinter der Bühne… im Bus und um den Bus herum… die Mutter unserer  Tour (Zitat: Alexx in Zapfendorf)… mit Forrest G. is er übrigens nicht verwandt.

Der Steuermann Jürgen – Nosferatu himself – steuerte das BUS (Boot) sicher durch Nacht und Nebel

An den Tasten Max – der Urbayer – unverkennbares Merkmal… die Strickmütze… kein Wort zuviel… dafür sitzt jeder trockene Kommentar und jedes Statement.

Grandmaster Pix – gefeierter Coverer seiner ureigensten Songs – Mister Schwaben kocht die besten Frühstücks-Rühreier  und geht bei jedem Soundcheck schnurstracks mit dem Kopf durch die Mauldäschlewand…

 

Rene

Rene

Pulsschlag Rene – am Schlagzeug – Gucci-Model… hört er nicht gern… auch nicht vom Käpten… vielleicht is was Wahres dran… die Brille auf jeden Fall is von selbiger Marke… Vertreibt Instrumente im Familienvertrieb (siehe googel: Musikshop) laut Käpten schönster Mann an Bord …

 

Still on Board:

Adrian

Adrian

Adrian – Master  of Sound – das Ohr und damit auch das Herz der Band on Tour… laut Kapitänsansage der einzige Mann, dem lange Haare wirklich stehen

 

Martin

Martin

Martin – machte schon mit elf das Licht an – große Leuchte aus Berufung und Leidenschaft… und somit einfach… auch der Lichtgott  im Eis-Olymp

 

Olli

Olli

Pohl-Position Olli… gab heldenhaft das letzte Hemd am Merchandise-Stand … und meisterte das Papier- und Kistenchaos  überwältigend… das macht die gute Vorbereitung… im wirklichen Leben liest er Terry Pratchet und macht (wie wir alle wissen) Musik (siehe googel: Droon + Musik)


Seba

Seba

Tourmanagement Seba – aktiver Lebens- (Astmasprayorganisator) und Sterbehelfer (… und dann brauchen wir noch ne Flasche Wodka, Gin und Whiskey und vier Zigarettenschachteln) – Mädchen für alles (Wo is das Handy?)… Locationscout… Animator…

 

1.    Akt: München Alabamagelände – Videodreh Schwarze Witwe…

Ein Musikvideo… für „Schwarze Witwe“! Ein Musikvideo… ach was… gleich zwei… doppelt hält besser.  Natürlich kann ich mir das nicht entgehen lassen… zumindest in einem habe ich die Möglichkeit Statist zu spielen…
Auflagen: Anwesenheit auf dem Alabamagelände  am 6. April  ab 16 Uhr… schwarze Klamotten… je krasser je besser… „Stellen sie keine Fragen und wundern sie sich nicht…”

Mit zwei Freunden im Gepäck nach München … Gesprächsthema: Wenn der Regisseur ansonsten nur Erotikfilmproduktionen macht, was für ein Musikclip wird das dann wohl… und wo darf man den senden?
Ankunft: Wir werden begrüßt von einem verkleideten Kerl, der einen Gürtel aus Latexknochen trägt… und uns auffordert… einen Vertrag zur Freigabe von Bildmaterial zu unterzeichen… warum auch nicht … auf dem Weg zum Klo begegne ich einem Halbklingonen… einer Person mit Alien-Klaue, die ein Ganzkörperlatexkostüm trägt… ich kann nicht definieren, ob die Person weiblich oder männlich ist…  außerdem einer größeren Anzahl leicht bekleideter Frauen mit Vampirzähnen … nicht wundern … Heilige Mutter Theresa … das macht dann acht Ave Maria und zwei Vater unser…
Ich brauche trotzdem noch ein paar Stunden bis ich begriffen habe, dass Erotikfilmproduktion und Videoclip… zu ein und demselben Projekt gehören 😉 Naja… ist der Ruf erst ruiniert… aber die erste Möglichkeit die komplette Bandbesetzung kennenzulernen… und ein fröhliches Wiedersehen mit alten Bekannten: Anke is da und Andrea und Onkel Ingo, Seba und Olli schauen auch vorbei… dann is man ja in guter Gesellschaft…

Kalle (alias Karl-Heinz Spanner), der Regisseur, ist echt nett und heißt jeden persönlich willkommen… Dann heißt es einfach nur fröhlich, locker und ungezwungen an der Bar Traubensaft aus Weingläsern trinken… vielleicht sogar ein echtes Heineken und sich so benehmen als wär man jedes Wochenende hier… und einem Clubauftritt von Eisbrecher lauschen…

Das muss man dann ein paar Mal machen, weil die Darstellerin sich partout weigert die Regieanweisung zu befolgen: mit dem Klingonen zu flirten… auf ihn zuzugehen und dann mit ihm rausgehen… Kann ich verstehen, ich hätt den Klingonen auch nicht auf nen Kaffee mit zu mir nehmen wollen… dann schon eher die komplette Eisbrechermannschaft…   soviel aus Mamas Nähkästchen geplaudert… wer mehr wissen will sieht sich am Dienstag um 23 Uhr „Akte 04″ an. Da gibt es eine Berichterstattung zum Videodreh von „Six Days to hell“… oder er kauft sich selbigen Film … ab Ende Juli oder wartet auf das Erscheinen des Musikclips …

„Plötzlich kam ihm eine schreckliche Erkenntnis: sie befanden sie auf der Insel der Lotophagen, wo die Menschen Lotosfrüchte essen! Er hatte oft davon erzählen gehört. Wer einmal von der süßen Frucht gekostet hat, der vergisst Heimat und Freunde und alles, was ihm aufgetragen ist, und wünscht nichts mehr, als für immer zu bleiben und die zauberhafte Speise zu genießen“

Im Münchner Schlachthof gabs aber auch gutes Essen… zum Abschließen am Abschluss… und lustige Gespräche…
Odysseus atmete auf, als die Kiele sich wieder nach dem Meere zu drehten. Abermals waren sie einer Gefahr entronnen.

2.    Akt – K17 Berlin – Herz steht still …

… was wissen Sie über Berlin???
Tante Inge behauptet: „Bärlin is alt und voll Jewalt!“ … Dat kann ich so jetzt nich unterschreiben… mir hat keener gehaut und Bären gabs nur auf der Autobahn … das is ne Stadt ne … oder neee zwee … oder sachen wers ma so… is ‘n Platz auf dem 250 Dörfer aufm Haufen liegen… wa…

Endlich isses soweit… Aufbruch… Karfreitag Abend 22 Uhr, 9. April 2004. Ich fahre die Tonregler von meinem Kontraprojekt runter – ein Theaterstück, das sich mit der Auslegung der Passionsgeschichte auseinandersetzt,  frei nach Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita”.  Jetzt – in 24 Stunden – wird’s kalt… Stapellauf… auf nach Berlin… Milchkaffee… Tankstelle… Volltanken… Kippen und ne Palette Red Bull… Abfahrt…

Nach einigen Stunden mache ich die Bekanntschaft von Dichter Nebel… ab dem Überqueren der Elbe stehe ich in dicker Milchsuppe… habe die Befürchtung aus dieser Zwischendimension nie mehr rauszukommen… Wenn der Nebel kommt… wenn Dich die Kälte beißt… Ne, kalt wars eigentlich nicht… das Einzige was beißend war… war meine Müdigkeit… aber wo ein Wille ist da hinter dem Nebel auch ein EISBRECHER… immer an der nächsten Straßenmarkierung entlang…
Willkommen in Berlin… erreichte Berlin gegen vier Uhr morgens… als der Eisbrecher in München auslief … außer dem Käpten, der noch in Wien weilte und auf der obligatorischen „Meggido 666-Karfreitagsfete” auflegte alle an Bord…

Das BUS (Boot): Der Nightliner… war von außen so blau… wie häufig auch sein Inhalt 😉 Keine Bananenstauden von der Decke… dafür die BavariaFahne an Bord… 11 Kojen… die Kleinste für den 2 Meter 3 Mann. Im Wohnzimmer… schwarzes Ledersofa  und Playstation 2… zum Abreagieren von Platzmangel  und Ähnlichem…  Virtueller Streetfight… und im DVD Player … Das Boot…

10.04.04 – Konnte den Besitzer meiner Übernachtungsgelegenheit schließlich gegen fünf in einem Club namens Watergate auftreiben… und da wir anschließend bis morgens um halb acht zu Jägermeister, Becks und Döner abstürzten… verschlief ich die Ankunft des EISBRECHERS seelenruhig… bis nachmittags um drei… dann Kurztelefonat mit Seba… der gerade Frühstück organisierte… Döner und Currywurst – „Wat n sonst” … gut dass er mir den Weg zum K 17 zeigte… sonst wär ich womöglich dran vorbeigesteuert… Da es draußen vor der Tür kein deutlich erkennbares Anzeichen für einen Konzert-Ort gab… auch die Plakatierung in Berlin war eher rar… der Käpten war inzwischen eingeflogen und schlief seine Nachtschicht aus und auch der Rest der Truppe schien von der ersten großen Fahrt ein wenig geplättet … also Mittagsschlaf vor dem Aufbau…

20 Uhr Kam pünklich zum Soundcheck… zurück ins K17… „Willkommen im Nichts” passt gut – wer nicht weiss wohin ist verloren… Olli baut gerade den Stand auf… also noch schnell ‘n paar Preisschilder schreiben und dazu zum ersten Mal… „Schwarze Witwe” – live … Hurra wir leben noch!  „Mein Herz steht still” … alles wird gut … trotz Vorverkauf von nur sieben Karten… dabei bleibts ja dann auch nicht… aber hätten ruhig noch ‘n paar Mann mehr sein können zur Premiere.

Trotzdem ist die Stimmung gut als der Eisbrecher mit „Polarstern” loslegt… viele bekannte Gesichter von der Releaseparty, aus Forum und Megaherz-Zeiten… große  Erwartungen… die offensichtlich nicht enttäuscht werden… bis darauf, dass das Konzert natürlich viel zu schnell vorbei ist… obwohl es Megaherzeinlagen gibt… „Du oder Ich” … „Beiss mich” … „Miststück” … obwohl Berlin in den besonderen Genuss von „Frage“  kommt… das auf der Tour nur zwei Mal präsentiert wurde… dafür gabs keinen „Fanatica”, der erst in Zapfendorf am  nächsten Abend  Premiere feierte …
Specialguests dieses Abends waren: Die Darstellerin des Eisbrechervideos „Schwarze Witwe“ in Leipzig (2. Video-Clip zu Schwarze Witwe) – Inhalte des Drehbuchs sind noch nicht bekannt.  Außerdem war Webmaster Jeremy da und wurde mit Seefahrermantel ausgestattet… und verleugnete seinen Hauptarbeitgeber Rammstein zugunsten von Eisbrecher…

Anschließend waren alle erschöpft… so dass der ursprüngliche Plan noch das Berliner Nachtleben unsicher zu machen verworfen wurde… es wurde im K 17 weitergefeiert… und dabei bedauert, dass der Club noch nicht zu voller Blüte ausgebaut werden konnte… das Catering bot Gin/Tonic… Whiskey/Cola und Hühnerfrikassee…  dann hieß es auf zu neuen Ufern…

4.    Akt – Top Act Zapfendorf – Willkommen im Nichts und Niemandsland oder:
„Fröhliche Ostern Ihr Heiden…”

ZAPFENDORF… Hä! … ZAPFENDORF… hm – ach ja klar… ZAPFENDORF… ein beschauliches kleines Großdorf … in dem Tante Erna Onkel Erwin Gute Nacht sagt… einen Kilometer entfernt  von Lauf…. das ungefähr vierzig Kilometer von Nürnberg entfernt ist… hm … der Denk-Process in meinem verkaterten Kopf tut sich schwer mit der Überlegung: Gibt es an diesem sonnigen Ostersonntag in Berlin… irgendeinen trifftigen Grund… wieder zurück Richtung Heimat zu fahren? Vielleicht weil Zapfendorf ein schöner Name für ne Band wäre? Oder auch dass Zapfendorf heute zu Eis-ZAPFENDORF wird… Zum Glück gibt’s Kaffee in Dosen und netter Weise is der Sprit in der Hauptstadt billiger als daheim… also gut… überredet!

Ankunft gegen 18.00 Uhr / 11. 04. 04
Das „Top Act” ist der Ort in Zapfendorf… den Tante Erna und Onkel Erwin eher selten frequentieren… Zapfendorf ist kleiner als der Rest der Welt… dafür ist die Welt hier noch in Ordnung.. drei nette Omas, die aus der Ostermesse  kommen beschreiben mir gleich drei Wege zum „Top Act” und freuen sich über nette jungen Leute… breitflächiges Großraum-Plakatieren ist hier noch möglich… überhaupt wird in Zapfendorf gern und originell plakatiert: Zum Beispiel erfährt der unbedarfte Besucher… dass das Konzert am 12. 03. 04… ERSATZLOS GESTRICHEN WURDE – WEGEN UNLUST DER MUSIKER!!! Leider konnte ich mir den Namen der unlustigen Band nicht merken…

Kam rechtzeitig zur Stell- und Koordinations-Probe von „Fanatica” und  natürlich zum Essen … Hüner-Frikasse… Diskussionsfrage bei Tisch… warum bietet das Catering so häufig Fleisch mit Pilzen… diese empirische Frage konnte auf Tour weder beantwortet noch bewiesen werde …

Dann hieß es:  Zapfendorf Ahoi!  Als der Käpten und seine Mannschaft die Bühne enterten…
„Polarstern”… „Herz steht still”… „Männer habt Ihr Eure Eier gefunden? War’s schön… war Ostern schön für Euch… Ihr Heiden? Wir sind auf Tour da kriegt man nichts mit… ham se den Vatikan jetzt gesprengt?“, eröffnete ein gut-gelaunter Alexx die Schlacht  … „Nach Willkommen im Nichts”… wurde lautstark ein Kapitänsstrip gefordert… der hatte aber „ANGST”… und wollte seine neuerworbene Tourklamotte nicht so einfach ablegen… Die Stimmung war gut… so gut… dass der Käpten seine Freude auch lautstark artikulierte: „Das zweite Eisbrecherkonzert aller Zeiten… und es ist uns eine Ehre, dass wir in so einem schönen Club spielen dürfen… ich glaub’, der schönste Club, den ich in den letzten zehn Jahren gesehen hab… Respekt und wie der Club – so die Leute…  Danke!“ … „Dornentanz” …  „Wer kommt aus Zapfendorf?“ die Frage wurde beantwortet mit „Keine alte Sau!“  … außer Tante Erna und Onkel Erwin… aber die waren ja nich da… „Taub stumm blind” … Dann stellte Alexx Gump vor… als der Backliner neben ihm stand fand er das aber irgendwie beklemmend und frustrierend… was will man machen nich … „Verpiss Dich! Also Mädels, wer guten Sex will bitte zu Gump… Wer mit Sex angeben will, dann zu uns…“ Es folgte… „Du oder ich” … „Sakrileg 11″ … „Eisbrecher” … „Beiss mich” … „Schwarze Witwe” … „Fanatica” … Zugaben: … „Mein Blut” … „Miststück” … und ein musikalisches Experiment … „Es wird kalt!” … War klasse… anschließend wurde noch munter weitergefeiert… Autogramme gabs auch… Zapfendorf  und „Top Act” is ne Reise wert… nette Mitarbeiter und Barfrauen (Grüsli an Steffi) … gutes Publikum …

Allerdings musste ich mich irgendwann von den Feierlichkeiten ausklinken… um ne Runde zu pennen… auch so  nach 2 Stunden Schlaf… war das Motto für die zehn Stunden Nacht-Fahrt… „Hamburg sehen und sterben” …

5.    Akt – Logo Hamburg – Sakrileg 11

„Aufstehen!“ Weckruf… bin verwirrt… habe vergessen wo ich bin und ohne Zweifel  entspringt die Vorstellung, dass Seba mir „Aufstehen!“ ins  Ohr brüllt einem ganz hinterhältigen Alptraum…  Um mich herum befinden sich lauter schwarze Wände… offensichtlich ein Alptraum über mittelalterliche Verließe ??? Und was macht Seba dann da ??? Sicher werde ich gleich hingerichtet… denn es ist viel zu früh zu spät… aber was macht überhaupt die Bavariafahne vor meinen Augen…

Mit der erfolgreichen Suche nach meiner Brille kommt auch mein Verstand zurück und Seba lässt sich endlich davon überzeugen, dass er mir nicht weiter ins Ohr meditieren muss, dass ich ganz ruhig bleiben und in aller Ruhe aufwachen soll…  Richtig ich befinde mich in dem Film „Das Bus“… es ist vier Uhr morgens in the Middel of Nowhere… ZAPFENDORF… „Das Bus“ gedenkt auszulaufen… und ich muss dringend in mein Rettungsschnellboot von Fiat umsteigen… da ich nicht gedenke mit der Titanic unterzugehen…

Im Bus herrscht dichter Zigaretten-Nebel. Gut, dass ich so verschlafen bin… sonst würde mir am Ende noch auffallen… dass ich dabei bin ein abstruses Himmelfahrtskommando zu starten… 800 Km bei 90-prozentigem Schlafmangel… so freue ich mich nur darüber, dass Gump mir seine letzte Dose Red Bull schenkt…  wie der Rollenspieler weiß… bekommt jeder Abenteurer ein magisches Artefakt mit auf den Weg… und auch wenn Red Bull nicht gerade der Heilige Grahl ist… auf den letzten 100 Km vor Hamburg wird er mir trotzdem das Leben retten…

Beim Versuch „das Bus“ auf den Fersen zu bleiben… stelle ich fest, dass mein Gaspedal sonderbare Geräusche von sich gibt… meine getrübte Wahrnehmung definiert den Schaden so… offensichtlich gibt das Auto Gas… auch wenn man nicht aufs Gaspedal tritt… eine echte Fehlfunktion also… hm … mein Automechaniker fand es Wahnsinn mit dem Uno nach Berlin zu fahren… von Hamburg hat er nichts gesagt… was will man machen nicht… Frauen und Technik… und der Tank ist auch fast leer… es geht nichts über gute Vorbereitung… bis zur nächsten Tankstelle bete ich 395 Ave Maria und 26 Vater Unser… es funktioniert … ich kann Tanken und brauche ca. 15 Minuten und zwei Tankstellenmitarbeiter … die noch weniger Ahnung von Autos haben als ich … um das Gaspedal wieder da einzuhängen, wo es meiner Meinung nach hingehört…

Ich trete das Gaspedal durch um „das Bus“ einzuholen… das muss ich nur einmal machen … danach fährt mein Auto automatisch… hervorragend ich habe eine echte Begabung… nach meinem Studium werde ich Automechaniker…
Ich denk mir… „Scheiß der Hund drauf!“… lege den „Herr Lehmann” Soundtrack ein… da singt einer… „ Deine Augen so blass… Deine Lippen so rot… Morgen früh sind wir schön oder tot!“ … interessante Theorie…  mein Uno fährt 160 … das hat er noch nie getan… wie auch immer… ich überhole „das Bus“, das auf einem Parkplatz steht … ??? … aha … warte auf dem nächsten Rastplatz … hab ja keine Ahnung, wo ich in Hamburg hinwill…  Die Strecke nach Hamburg zieht sich …. mir ist abwechselnd langweilig und müde … „Deine Lippen so blass … Deine Augen so rot … morgen früh sind wir ganz schön tot“ … macht nichts…

Seba teilt mir in einem begeisterten, volltrunkenen Anruf mit dass ich ja wieder hinter „das Bus“ herfahre… tatsächlich… und dass jetzt alle Schlafen gehen… noch 400 km bis Hamburg… Durchhalten …  Zur Belohnung gibt es einen wunderschönen Sonnenaufgang… unglaubliche Fluß-Landschaft… das Wetter ist ein Traum…  100km vor Hamburg… muss der Bus-Fahrer eine 30-minütige Zwangspause einlegen… also Frühstücken… Kaffee, Croissant und warmer Red Bull… is mir schlecht… als Ötzi zu Fuß über die Berge lief, muss es ihm ähnlich gegangen sein… ob der sich da auch gedacht hat… wenn ich jetzt sterbe, steht sicher auf meinem Grabstein: „Sie war so dumm… dass sie es nicht anders verdient hatte!“

Die letzten 40 km bis Hamburg… fange ich nicht nur an zu fabulieren… ich kann auch Lichtblitze vor meiner Netzhaut zucken sehen… Zeig mir das Licht am Ende der Welt… nimm mich mit ans Ende der Zeit…

Gegen 11 Uhr / 12. April 2004 – Ankunft Logo… Das „Logo” liegt an einer Hauptstraße… es ist hell… es nieselt… es ist kalt… vom schönen Wetter auf der Autobahn ist nix geblieben … ich bin so müde, dass ich nicht mal mehr schlafen könnte, wenn ich wollte… aber: Hurra ich lebe noch! … und der Rest wird langsam wach… das Logo hat eine Steckdose… aber leider spendet die keinen Strom für das Bus… kein Strom… kein Warm… kein Kaffee… Es ist Ostermontag… es ist Feiertag … es gibt hier jede Menge Cafes… und sie haben alle geschlossen… Warten bis zum Aufbau um 16 Uhr… Rogg`n`Rohl Kollegen… wie Felix sagen würde…

Glücklicherweise liegt das Logo in Hamburgs Studentenstadt… ich werfe per Telefon meinen Freund Doc aus dem Bett… der nur eine Häuserzeile von hier entfernt wohnt… immerhin kann er informieren,  wo es guten Kaffee gibt und Sandwiches… außerdem hat er ein Bett für mich… ich falle ins Koma… aber nur vier Stunden… war ja noch nie in Hamburg und will zumindest  ein bisschen was von der Stadt sehen…
In der Innenstadt Mönckebergstrasse/Fußgängerzone… gibt’s ne Motocrossshow… per U-Bahn zum Hafen… an den Landungsbrücken… am Hafen bei der Jugendherberge auf der Plattform… sitzen … schauen und wissen, dass meine Zigeunerseele hier schon immer mal stranden wollte … Kiez/Reeperbahn… rechtwinklig in die Hein Hoyerstrasse übers Schulterblatt vorbei an der roten Flora zurück in die Grindelallee… viel zu wenig Zeit … ich komme wieder … aber eins ist sicher… Hamburg hat noch weniger plakatiert als Berlin… außer am Club selbst, kann ich kein einziges Plakat entdecken…

Gegen 20.30 zurück ins Logo
Die Fans sind sogar aus England und Holland angereist… Teile der Berlinfraktion (Gruß an Katl und Corinna) sind auch schon wieder da… Eisbrecher-Fans sind ein reiselustiges Völkchen… Alles in allem so 80 Mann… kein leichtes Publikum … das zunächst einen halben Meter Sicherheitsabstand zur Bühne hält… und langsam auftaut… langsam aber sicher…
Käptens kalte Schnauze und „Miststück” sind einfach grundsätzlich die Eisbruch-Garantie… und außerdem rockts…
Danach wird in einer Spelunke namens „Obelisk”… noch fröhlich geratscht … zu Cuba Libre, Bier… Gulaschsuppe und vegetarischem Baguette… dann heißt es Abschied nehmen… eine mörderische Nachtfahrt reicht mir für diese Tour… ich freu mich auf ne echte Mütze voll Schlaf…

6.    Akt – Arts & Crafts NeuUlm  – Dornentanz

Ich erwachte am 13. April 2004 gegen Mittag und natürlich verzeichneten Hamburgs Wetterstationen… gigantisches… sonniges… schönes… strahlendes Wetter… Klar der Eisbrecher war ja weg… und in Berlin war das schon genauso… Na was will man machen… Selbstverständlich hätte ich den Tag in Hamburg verbringen können… oder mir mit Doc die Hamburger Uni anschauen können… andererseits natürlich auch hervorragendes Wetter zum Auto fahren… dachte ich…

Der Plan… wieder Richtung noch sonnigerer Süden zu fahren … nahm bei einem hervorragenden CurryWurst-Frühstück Gestalt an… Die Hamburger Currywurst ist eindeutig besser als die Berliner… Dazu hatte ich allerdings beschlossen mir den Magen zu verderben indem ich ein Hamburger Lokalgetränk zu mir nahm… Namens: Cola-Fritz… in diesem Falle giftgrün und angeblich mit Melonengeschmack… Der so entstandene Plan… lautete… einfach drauf losfahren und je nachdem was zuerst auf den Straßenschildern steht… Ulm oder Nürnberg… wird angefahren… Segel in den Wind… Routenplaner fratt… Sehr schlau eigentlich… gut, dass ich an diesem Tag keine gewichtigeren Entscheidungen für mein Leben fällte… wie Heiraten oder ‘nen Bausparvertrag abschließen… spätestens seit dem letzten Megaherz-Konzert in Obermarchtal… hätte ich wissen müssen, dass alles was in Ulm und um Ulm und um Ulm herum liegt…  auch bei angemessener Beschilderung nicht zwangsläufig zeitgemäß zu finden ist… aber egal

Zunächst mal versuchte ich zwei Stunden lang Hamburg zu verlassen… das war gar nicht mal so einfach… nachdem ich mich durch den Schilderwald gekämpft hatte… stand ich eineinhalb Stunden auf der Autobahnauffahrt… ungefähr 50 Centimeter in der halben Stunde… da war ein Öllaster umgekippt… und es ging nix mehr… und das zu prallem Sonnenschein und Cola-Fritz… Ufff… nachdem nach zweieinhalb Stunden weder Nürnberg noch Ulm ausgeschildert war… hielt ich an der ersten Raststätte… so 20 km hinter Hamburg um eine Pause zu machen …. nicht zuletzt weil mein Gaspedal immer noch seltsame Geräusche von sich gab… zwei gelbe Engel vom ADAC konnten mir  zwar nicht mit meinem Gasproblem weiterhelfen… bin ja kein Mitglied… aber für zwei Zigaretten… hatten sie ne Wegbeschreibung nach Neu-Ulm… Ich will meine Zigaretten wieder haben!

Trotzdem das Schicksal hatte eindeutig entschieden … Ulm und Tour … nicht Nürnberg und heim … wenn die Priester der Trojaner den Flug der Vögel so interpretieret haben… wie ich die Zeichen auf meinem Weg… wundert es mich nicht dass Troja untergegangen ist… arme Kassandra…

Den restlichen Nachmittag konnte ich durch die Windschutzscheibe sehen, dass das Wetter draußen echt gut war… ich schipperte so gemütlich vor mich hin… und tatsächlich gegen 21.30 Uhr als Eisbrecher anfingen zu spielen… war ich noch immer auf der Autobahn… und ich legte dann meine Eisbrecher CD ein… um mir ungefähr vorstellen zu können… wie weit das Konzert schon vorangeschritten war… draußen war es inzwischen dunkel… und die Beschilderung besagte, dass ich mich in der Nähe von Ulm befand… ach hätte mir jemand gesagt… dass Neu-Ulm auf der anderen Seite vom Fluß liegt…   hat aber keiner… und unter diesen Umständen werde ich auch nie Mitglied beim ADAC… so … In Neu-Ulm angekommen… hielt ich es für eine gute Idee vor dem Mc Donalds anzuhalten und ein paar Jugendliche… nach dem „Arts and Craft” zu fragen… die hatten davon aber noch nie was gehört… bedauerlich eigentlich… als ich fragte, wo hier Konzerte stattfinden würden… meinten sie… sie würden nie auf Konzerte gehen… beängstigend eigentlich… in meiner völligen Verzweiflung… hielt ich dann die Polizei an… das ist sonst immer umgekehrt… die wussten aber tatsächlich wo die Halle zu finden war… und ohne meinen „Freund und Helfer”… hätt` ich da bestimmt nie hingefunden… als ich ankam lief gerade „Schwarze Witwe“…  es wunderte mich nicht dass die Halle nur halb voll war… immerhin geht man in Neu-Ulm ja offensichtlich nicht auf Konzerte… und Zugereiste haben keine Chancen hinzufinden… es sei denn sie fraternisieren mit der Polizei.

Nutze die verbleibenden drei Songs… Olli mein Leid zu klagen und den Rest vom Catering zu plündern (lecker Spätztle und Soße …. sogar Salat und Schokolade gabs auch) Vielleicht war ja irgendjemand da  und kann was zum Konzert und zur Vorgruppe schreiben… Nach dem Konzert… musste mal wieder koordiniert werden… am morgigen Mittwoch war ein Tag Leerlauf geplant… die Frage war… Wer? Wie? Wohin? … Nürnberg oder erstamal Minga… Wahrheit oder Pflicht… und überhaupt: Anton wollte heim, Martin musste Arbeiten und der Rest wollte lieber auf Tour bleiben und schon mal nach Nürnberg… aber  die Strom-Versorgungslage am Hirsch war noch nicht geklärt…

7.    Akt – Ruhe –   Heimspiel  Nürnberg  Hirsch – Hoffnung

„Ja mach nur einen Plan… und sei ein großes Licht… und mach noch einen zweiten Plan… am End hilft keiner nicht!“… hat mal einer geschrieben und ich glaube es war Brecht…

Der Plan war… ich fahre über München nach Nürnberg und setz da Anton ab… und „Das Bus“ fährt ne Stunde später los… und kommt dann an meiner Villa Kunterbunt vorbei… denn da gibt’s sicher Strom… dann kann man am nächsten Tag gemütlich zum Hirsch weiterfahren… Gesagt getan… plauschte mit Anton über die hinterhältigen Bedingungen von Plattengroßkonzernen… ob man vom Covern leben kann…. und das Einzige, was mich noch bezüglich meines Gaspedals beruhigte war… dass ich Anton beruhigend erklärte, dass das schon länger so sei… trotzdem erreichten wir München wohlbehalten gegen drei… Anton verschwand mit seinem Seesack in den nächtlichen Münchner Straßen und ich setzte Kurs auf den heimatlichen Hafen Nürnberg…

Ankunft in Nürnberg gegen Viertel nach vier… meine Katzen waren extrem beleidigt… konnten aber mit extra Futterleckerlie und Ohrenkraulen besänftigt werden… allerdings hatte das Katzenschnurren eine extrem beruhigende Wirkung… so dass ich eine Stunde später in einen komatösen Schlaf fiel… 14. April 2004 … sieben Uhr morgens … erwachte davon dass meine schwarze Katze auf meiner Lunge lag und mich am Atmen hinderte… eine SMS von Seba besagte, dass ich nicht nur die Ankunft des Eisbrechers verschlafen hatte… sondern, dass sich der Busfahrer auch unwohl fühlte im Nichts und Niemandsland… die Villa Kunterbunt liegt in den berüchtigten Nebelwiesen von Reichelsdorf… also war „Das Bus“ weitergeschippert  zum Hirsch… war auch schon egal… unter selbigen Umständen konnte ich ja jetzt endlich vom Sofa in mein Bett umziehen… und schlafen…

Gegen 11 Uhr klingelte mein Handy und riß mich aus einem Traum über Cocktails an einem sonnigen Sandstrand unter Palmen auf Kopanghan… mittlerweile habe ich mich schon fast daran gewöhnt  von Seba geweckt zu werden… es gibt einen neuen Plan… der Plan lautet …. es ist schönes Wetter… und schönes Wetter eignet sich hervorragend um im Niemandsland im Garten zu Frühstücken…  der beste Plan den ich seit Tagen gehört habe… natürlich herrscht in meinem Kühlschrank gähnende Leere …war ja seit Tagen nicht zu hause … gehe Einkaufen… erst bei meinen Eltern… die sind in der Wüste… also kann man ihren Kühlschrank leer räumen… aber viel gibt’s da nicht… also Supermarkt… Bäcker… Telefon…

… der Taxifahrer kann die Villa Kunterbunt nicht finden… gnah… schließlich haben es Il Capitano und ein Teil der Crew aber doch geschafft… Grandmaster Pix… löst sein Versprechen von der Releaseparty ein und entpuppt sich als perfekter Hausmann… er reißt sofort die Herstellung von Frühstücksrührei an sich… allerdings ist er weder mit den Einkäufen zufrieden noch mit der Ausstattung meiner Küche… da es ohne Frühlingszwiebeln nicht geht… werden Seba und Max ins Dorf geschickt um in großen Mengen… Frühlingszwiebeln… Prosecco… und Zigaretten zu organisieren… die Pfanne die mein Ex-Mitbewohner seiner Zeit im Vollsuff aus dem Fenster geworfen hat… kann ich leider nicht gerade biegen… auch wenn die Hitze nicht gleichmäßig geleitet wird… es muss auch so gehen… während Alexx Anweisungen gibt… wie man den Tisch im Garten decken könnte und Rene seine Vorschläge gut findet… fällt mir wieder ein, dass die Geschichte vom „Tischlein deck Dich von selbst” … ein Märchen ist… mit vereinten Kräften schaffen wir es aber doch noch… FRÜHSTÜCK!

Das Telefon klingelt… natürlich… dran sind Stefano (BO Management) und Schmoni, die ihre Odyssee von Köln nach Nürnberg in 1000 Etappen auch schon fast geschafft haben… außerdem lädt Alexx noch Porno-Kalle ein, der ein Interview mit ihm machen will… also eine lustige Runde… Sonnenschein… Prosecco… Bier und Pixsche Rühreier…
Wäsche waschen is schon weniger relaxt… muss aber auch sein… genauso wie duschen… Dann will auch schon wieder der Abend geplant sein… Steak essen gehen, wird allgemein als ein hervorragender Vorschlag aufgefasst… und anschließend schlägt Kalle vor sollte man im Tabel-Dance – weibliche, tänzerische Unterstützung für Fanatica  am Folgeabend suchen – auch dieser Vorschlag wird angenommen… wenn auch nicht einstimmig… ist sowieso schwierig an einem Mittwochabend in der Weltmetropole Nürnberg eine Unternehmung zu machen.

Trotzdem treffen sich im Tabel-Dance dann große Teile der Crew… Erzählungen ist zu entnehmen, dass Felix, Adrian, Gump und Olli… den Nachmittag zumindest teilweise in der Kirche und noch dazu im Beichtstuhl verbracht haben… Wer hätte das gedacht … 😉 Es muss ja nicht alles Sinn machen… der Schabernack geht auch gleich weiter… Alexx stiehlt auf der Bühne zwei hübschen, jungen, sehr beweglichen Damen die Show… während Gump 50 Euro bezahlt um einen von „seinen Freunden“  gesponserten Männerstrip nicht über sich ergehen lassen zu müssen… die Männer waren aber auch ernsthaft eine Zumutung…  wie auch immer… alles in allem ein sehr erheiternder Abend….

5.    Akt – Ruhe –   Heimspiel  Nürnberg  Hirsch – Hoffnung (Teil 2)

Donnerstag 15. April 2004 – wider aller Erwartungen ist das Wetter schon wieder gut …  schon zum zweiten Male in Folge… hierrrrr kommt die Sonne… wenn das kein gutes Omen  ist… trotzdem will der Alkoholpegel von gestern erst mal ausgeschlafen sein… und ein vernünftiges Bier zum Frühstück im Garten… hilft Stefano, Schmoni und mir  auch wieder auf die Beine (auch wenn’s kein Kölsch is)

Wenn’s schon mal so relaxt is… soll`s auch so bleiben… Schmoni lernt Eisbrechertexte in meiner Küche… Stefano tankt Sonne in meinem Garten… fahre zum Bahnhof und hole Chriss ab…  mache unterwegs noch n kurzen Zwischenstopp am Hirsch, um Rene seine Brille zu bringen… die hat er liegen lassen… Alexx gibt gerade Kalle und seiner Kollegin ein Interview… alle andern hängen so rum… bauen auch auf… Soundcheck… fahre zum Bahnhof… hole Chriss und mehrere Dosen Red  Bull ab… noch ‘n Stopp am Hirsch… Red Bull abladen… und nochmal heim… PAUSE… nur nicht stressen lassen…
Als wir zum Hirsch zurückkehren… herrscht bereits reges Treiben… von der Anzahl der Personen, die hier im Biergarten schon auf den Einlaß warten, kann man darauf schließen, dass der heutige Abend zur Abwechslung mal richtig gut besucht sein wird… unglücklicher Weise habe ich das Catering verpasst… ebenso wie Gumps großen Auftritt…

Gerüchten zur Folge… soll er die Tür  aufgerissen haben… und in die Menge gefragt haben: „Sind hier Zivilpolizisten anwesend?“ … nachdem das von den Leuten verneint wurde… wollte er was zum Rauchen kaufen… interessante Taktik… aber natürlich darf man Gerüchte nicht allzu ernst nehmen… Seba steht mit einem Klickdings-Kasten an der Tür und registriert unseren bisherigen persönlichen Besucherzahl-Rekordstand…  die Stimmung ist brillant… zahlreiche Gesichter sind bereits zum zweiten oder dritten Mal da… es scheint so… dass  das Konzert in Zapfendorf so überzeugend war, dass es zum wiederholten Konzertbesuch angeregt hat… (Greets an Steffi!) und die Stimmung wird mit jedem Lied noch besser vor allem zu Fanatica mit weiblicher Unterstützung…

Trotzdem Undank an die Damen vorne rechts in der zweiten Reihe… die der Meinung waren man müsse sich ein Eisbrecherkonzert mit verschränkten Armen und versteinertem Gesichtsausdruck ansehen und darüber hinaus jede Person, die sich zum Rhythmus der Musik bewegt laut ankeifen… und nein es tut mir nicht leid dass ich Dir absichtlich auf den Fuß gestiegen bin… ich würde es wieder tun, um Deinen gelangweilten Gesichtsausdruck nur in meinem Rücken  zu haben… egal … anschließend gabs ‘ne spannende Autogrammstunde… Gerüchten zur Folge… haben die Polizisten(innen), die zuvor nicht eingegriffen haben… sich anschließend… ihre Dienstmarken signieren lassen… Willkommen in Bayern… armer Beck(s)stein…  Natürlich musste dieser Erfolg umgehend gefeiert werden… und da hat sich die Nürnberger Rockfabrik ja schon mehrfach bewehrt…

8.    Akt – Krone Frankental

16. April 2004 – Thank God it`s Friday… Heute genauso wie damals… ist ja auch erst n halbes Jahr her und ich werd mal versuchen rauszufinden, woran ich mich noch erinnern kann… ich erinnere mich dunkel, dass der Eisbrecher gegen drei Uhr morgens in Nürnberg auslief… Ave Rockfabrik… und ich aber mit Chriss, Schmoni und Stefano in der Rockfabrik weitergetrunken hab… danach erinnere ich mich erstmal an nichts… wobei ich glaube, dass wir mit dem Taxi heimgekommen sind und mein Kater anderntags von einem anderen Stern war… meine Motivation weitere Touren zu starten war eigentlich auch im Keller, da trifft es sich immer gut, wenn man frisch-motivierte Gäste im Haus hat… Chriss musste zwar wieder gen München reisen… aber Schmoni war von ihrem ersten Eisbrecher-Konzert so überzeugt, dass sie ansteckend wirkte… um fünf Uhr war ich überzeugt… und hatte auch meine unendliche Langsamkeit des Seins überwunden… im Gegensatz zur Verkehrssituation auf der A3, die so unzumutbar war, dass ich mich zwischenzeitlich schon wieder verfluchen musste… schaffte es trotz Stau aber dennoch fast pünktlich zum zweiten Song… im Gegensatz zu Schmoni und Stefano, die erst noch nach Frankfurt fuhren (oder war es Köln?) und trotzdem vor mir da waren… grummel… muss ja nicht alles Sinn machen… gelohnt hat es sich natürlich in jedem Fall… grundlos Konzert ausfallen lassen… geht ja gar nicht… und dann waren ja auch schon wieder so viele bekannte Gesichter da.

Komatöse Konzertbesuche sind nicht so einfach wiederzugeben… aber ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass Frankental, der zweite Ort war, der in den Genuß von „Frage“ kam und dem trotzdem „Fanatica” nicht vorenthalten wurde. Ich erinnere mich noch eine schwachsinnige Umfrage gestartet zu haben… natürlich nur, weil es davon eine bodenlose Videoaufzeichnung gibt. Außerdem haben wir im Cafe gefeiert… allerdings wurde Ankes Vorschlag noch in einen anderen Club zu pilgern, abgelehnt, so dass der Abend in einer exzessiven Busparty endete… oder auch nicht endete… so genau weiß das wahrscheinlich keiner mehr

…ich erinnere mich noch… dass irgendwann die Polizei da war … erstaunlich… nicht in Nürnberg… sondern in Frankental… Rogg`n`Rohl… so muss es sein… dachte ich… aber es stellte sich dann heraus, dass die Polizei gar nicht wegen uns da war… oder wegen nächtlicher Ruhestörung… sondern wegen einem Drogenkonsumenten, der  nichts mit uns zu tun hatte… aber auf dem Klo umgekippt war… und der Krankenwagen ihn nur mitgenommen haben wollte, wenn die Polizei dabei war… Flaschenweise Whiskey und Wodka … fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz… also endete der Morgen für die meisten eher taub … äh betäubt … stumm …. und blind …

9.    Akt – Orakel Ingolstadt – 17. April 2004
Für mich das letzte Konzert der Tour und eine fette Party im Orakel!

10.    Akt – Rockfabrick Ludwigsburg – Sonntag 18. April
Kater… Odyssee… und Uni-Beginn in spe… es gibt 1000 gute Gründe, warum ich nicht in Ludwigsburg war…  Ich war nicht da… aber das Konzert fand statt… also wär’s schön wenn  mir jemand, der sich erinnert,  unterstützend in die Tasten greifen könnte und was zum Abschlusskonzert der Tour schreiben könnte…
11.    Akt – Planet Music Wien – 23. April 2004 mit After-Show-Party im SM-Arts
Epilog – München – Tonhalle – EISBRECHER Support für In Extremo  – 15 Mai. 2004

Bassist Anton verlässt überraschend und in einer Kurzschlussreaktion die Band. Aus Versehen hatte er an diesem Tag zwei Auftritte zur gleichen Zeit zugesagt: mit „Used Underwear” im Englischen Garten und mit „Eisbrecher” in der Tonhalle. Anton entscheidet sich für die VogelStrauß-Methode und geht als das Chaos losbricht nicht mehr an sein Telefon. Guter Rat scheint teuer – Eisbrecher wollen den Gig mit „In Extremo” aber unter keinen Umständen ansagen. Olli Pohl – Ex-Mitglied von Megaherz und bislang beherzter Eisbrecher-Mercher –  wird der Retter in der Not. Auf dem Parkplatz vor der Tonhalle übt er in Hochgeschwindigkeit die Songs  fürs Setund steht Abends erfolgreich auf der Bühne. Erstmals am Merch-Stand und später noch öfter: Anna, alias Mutter Theresa. Die abgewendete Katastrophe wird an diesem Abend ausgiebig im Münchner Kult-Club „Garage” gefeiert!

Auf zu neuen Ufern:

Wave Gothic Treffen  Leipzig – 28. Mai 2004 – Eisbrecher um 17.30 Uhr im Werk II
Dauerhaft der neue Mann am Sound: JAKOB

Rene und Jakob

Rene und Jakob

Born to be wild – Eisbrecher rocken das Bikertreffen in Schleiz – 26. Juni 2004
Eisbrecher teilen sich hier die Bühne mit Rose Tattoo. Für kurze Zeit am Bass: Tom

Rock am Tunnel – Rieneck – 3. Juli 2004

Halloweenparty mit Eisbrecher-Konzert – Garage München –31. Oktober 2004

18. November 2004 – Premiere zum Geburtstag! Alexx gibt ein weiteres Theater-Intermezzo im Zheater …undsofort: Als Lirenzo di Zasta mischt er die Familie Hohnebechel in „Die Trompeten von Jesolo” auf. Die Abendzeitung schreibt hierzu: „Lauter irre Typen bevölkern die derbe Komödie… Das ist zum Teil recht komisch, geht aber bis zum mörderischen Ende auch gern unter die Gürtellinie ”

Trompeten von Jesolo

Die Hohnebechls

Ende des ersten Eisbrecher-Jahres auf Tour!